Dornmethode

Behandlungsbeispiel Lendenwirbelsäule
Behandlungsbeispiel Lendenwirbelsäule

Die Behandlung nach Dorn-Therapie ist eine Behandlung des Menschen und seiner Wirbelsäule und Gelenke. Bei Schmerzen, Kribbeln, Taubheit und seitenunterschiedlichen Körperwahrnehmungen etc. Diese Beschwerden können akut oder seit Jahren chronisch im Rücken, Beinen, Armen oder Kopf bestehen. Es werden in der Regel zwei bis vier Behandlungen benötigt und bei jeder Behandlung erhalten Sie als Patient Übungen, die Sie regelmäßig ausführen sollten.

Durch die Bedeutung der Wirbelsäule kann sich eine Wirbelblockade im gesamten Körper auswirken, deswegen behandele ich von den Füßen bis zum Atlaswirbel an der Schädelbasis. Einige Dorn-Therapeuten behandeln lediglich die schmerzhaften Abschnitte der Wirbelsäule, um weniger Zeit für die Behandlung zu benötigen. Das sehe ich nicht als sinnvoll an. Die Befundung und Behandlung der Wirbelsäule und Gelenke erfolgt mit meinen Händen, manchmal verwende ich auch Hilfsgeräte. Die Dorn-Therapie ist KEINE Chiropraktik! Der Patient arbeitet immer während der Behandlung mit und spürt was passiert und kann es kontrollieren. Bei dieser Methode arbeitet der Therapeut ohne Stoßen, Reißen, Ziehen und Geschwindigkeit! Die Dorn-Therapie zielt auf die Selbständigkeit des Patienten hin.

 

Ablauf einer Behandlung:

 

1. Zuerst befrage ich Sie nach Ihren Beschwerden. Seit wann, wo und wie sie aufgetreten sind. Welche Untersuchungsformen wurden bisher angewendet und welche Diagnosen bestehen? Eventuell prüfe ich, ob es Gegenanzeigen für eine Behandlung gibt.

 

2. Bei jeder Behandlung wird die Beinlänge überprüft und bei einer Differenz behandelt, da gleiche Beinlängen wichtig für die mittel- und langfristige Stabilität und Belastungsfähigkeit der Wirbelsäule sind. Siehe auch "Beinlängendifferenz".

Das Becken ruht auf den beiden Beinen und ist die Basis der aufrechten Wirbelsäule vom Kreuzbein bis zur Halswirbelsäule.

Korrigierte Beinlängen kann der Patient mit den Augen und seiner Körperwahrnehmung erfahren und versteht so den Sinn der Eigenübungen besser. An mindestens einem Bein werden das Hüft-, Knie- und Sprunggelenk behandelt.

 

3. Danach taste und behandele ich die Wirbelsäule vom Kreuz- und Steißbein bis zur unteren Brustwirbelsäule im Stehen begonnen. Bei der Behandlung pendelt der Patient mit einem Bein.

 

4. Nun setzen Sie sich auf einen Hocker und stützen sich vorne ab, während ich die mittlere und obere Brustwirbelsäule ertaste und behandle. Bei der Behandlung pendelt der Patient mit einem oder zwei Armen.

 

5. Für die Halswirbelsäule bleiben Sie sitzen und ich ertaste und behandle die Halswirbelsäule. Bei der Behandlung wird der Kopf fortlaufend nach rechts und links bewegt.

 

6. Nach den jeweiligen Abschnitten kann der Therapeut die individuell symptomprovozierende Bewegung oder Haltung den Patienten ausführen lassen, um eine Rückmeldung über die Veränderung zu erhalten. Manchmal können Symptome auch über die nächsten Tage abklingen.

 

7. Nach der Behandlung der Wirbelsäule kann es, abhängig von Ihren Anfangsbeschwerden, noch wichtig sein, blockierte Gelenke an Armen, Beinen, Kiefergelenk oder Rippen zu befunden und behandeln.

 

8. Am Ende erhalten Sie möglicherweise ein Merkblatt mit Übungen. Dies hat sich als hilfreich bewährt.

 

9. Am Ende behandle ich die Wirbelsäule noch mit dem Schöndorfstrom. Das unterstützt den Körper darin, die zuvor gelösten Strukturen über das Lymphsystem abzutransportieren.

 

Ergänzend kann die Breuß-Massage vor oder nach der Dorn-Behandlung oder auch alleine gegeben werden. Sie ist eine Abrundung einer Behandlung der Wirbelsäule. Sie entspannt den Rücken und wirkt oft tiefgreifend. Die Anwendung hängt vom Therapeut ab und dem bisherigen Ablauf der jeweiligen Behandlung.

 

Eine kleine Behandlungsübersicht der Dorntherapie

Abtasten / Befundung des ersten Halswirbels
Abtasten / Befundung des ersten Halswirbels

Direkt unter dem Ohr, zwischen Unterkiefer und Mastoideus, ist der Querfortsatz vom Atlas zu  ertasten. Ein geübter Therapeut erkennt so eine Fehlposition des Atlas-Kopf-Gelenkes.

Abtasten der Brustwirbelsäule
Abtasten der Brustwirbelsäule

Mit sanftem Druck fahre ich beidseitig die Brustwirbelsäule entlang. Auch hier finden sich häufig blockierte Wirbel. Diese können z.B. zu Problemen mit dem Herzen und der Lunge führen. Häufig wirken diese sich begativ auf die Beweglichkeit des Kopfes aus und führen zu einer verspannten Schulterpartie.

Behandlungsbeispiel Brustwirbelsäule
Behandlungsbeispiel Brustwirbelsäule

Während de Patient mit den Armen pendelt fahre ich mit sanftem und gezieltem Druck an den Dornfortsätzen entlang, um verschobene, blockierte Wirbel aus ihrer Fehlposition zu befreien.

 

Befundung der Kreuzbeinposition
Befundung der Kreuzbeinposition

Die Position des Kreuzbeines ist sehr bedeutend für unsere Körperhaltung. Stürze auf Becken oder Steißbein können z.B. zu einer Blockade der Gelenke am Kreuzbein, den Kreuzbein-Darmbein-Gelenken, führen. Ein verdrehtes Becken und unterschiedlich lange Beine folgen. Daraus entsteht unbewußt eine Fehlhaltung und unterschiedliche Belastung der Gelenke. Wenn Knie oder Hüfte Probleme bereiten, liegt fast immer eine Verschiebung von Kreuzbein und der unteren Lendenwirbelsäule vor. In der Folge laufen wir oft Jahre lang in der beschriebenen "Schonhaltung", was die großen Beingelenke unnatürlich belastet und Spätfolgen wie Arthrose sehr begünstigt!

Nicht warten, bis der Chirurg das Gelenk ersetzen will, sondern frühzeitig die Wirbelsäule korrigieren!

Behandlungsbeispiel des Kreuzbeines
Behandlungsbeispiel des Kreuzbeines

Während der Patient mit einem Bein pendelt, übe ich sanften Druck auf die Kreuzbeinposition aus, um die Kreuzbein-Darmbein-Gelenke wieder zu mobilisieren.